„Oh Gott, wie lecker ist das denn!“
So werden wir hoffentlich häufiger auf Futter in aller Welt reagieren. Allerdings haben wir beide verschiedene Vorstellungen davon, was das Leckere so sein könnte. Denn im Gegensatz zu Norman, der auch ein gutes Stück Fleisch nicht verachtet, bin ich Vegetarierin.

Also ja, ich liebe Grünzeug und ja, ich esse meistens gesunde Sachen, aber ich habe auch eine große Schwäche für die süße Seite des Lebens. Wenn ich daran denke, was es alles für Süßigkeiten gibt, die ich noch nicht kenne, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Aber zurück zum Thema: Zusammen sind wir die perfekten Landesküche-Tester.

Damit ihr von jedem Land, das wir besuchen, eine geschmackliche Vorstellung bekommt, futtern wir uns durch Nationalgerichte, kulinarische Besonderheiten und was uns sonst noch so Essbares über den Weg läuft. Wobei das, was läuft oder mal gelaufen ist natürlich von Norman angeknabbert wird.

Vegetarisch, weltweit …

Mich interessiert in den Ländern vor allem, was ich als Vegetarierin zu essen finde. Ich bin gespannt auf exotisches Obst, Gemüse und berauschende Gewürze und freue mich auf neue Rezepte. Ich bin zwar nicht die größte Köchin, aber ich koche sehr gerne und bin regelmäßig begeistert, wenn ich ein neues Rezept entdeckt habe und feststelle, wie großartig das doch schmeckt!

Ich weiß von Freunden und aus eigener Erfahrung, dass es oft nicht leicht ist, im Ausland (oder auch in einigen Regionen Deutschlands) eine vegetarische Auswahl beim Essen zu haben. Oft bleibt es bei einem 0815-Salat oder etwas Reis mit Tiefkühl-Mischgemüse. Das wird also eine Herausforderung!

Und ich muss natürlich auch darauf achten, dass ich mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt bin. Viele wissen ja, dass Vegetarier gerade in Sachen Eisen, Omega-3-Fettsäuren (das sind die, die hauptsächlich in Fisch enthalten sind) und ähnlichem schnell mal unterversorgt sind. Vielleicht entdecke ich ja auf der Weltreise ideale Nahrungsmittel, die dieses Defizit ausgleichen. Auf jeden Fall werde ich darauf ein Auge haben – beziehungsweise einen Mund.

… oder hemmungslos schlemmen

Norman dagegen ist da schon viel offener und flexibler, was neues Essen angeht. Außerdem hat er den robusteren Magen. Die meisten Nationalgerichte sollten für ihn also kein Problem sein. Da darf es auch mal Nutria, lokaler Fischeintopf oder das ein oder andere Insekt sein. Doch so ganz hemmungslos in alles reinbeißen, kann er nicht.

Seine Futtergrenze ist durch ein paar Nahrungsmittelallergien genau festgelegt (wie zum Beispiel Walnüsse und Äpfel). Und auch hier wird es spannend, wie wir das mit Händen und Füßen auf der Weltreise erklären sollen – hoffentlich nicht zu spannend. Ein Notfallset für den Fall der Fälle haben wir aber dabei! Die spanischen Worte für Walnuss, Allergie und Vegetarierin haben wir schon gelernt (nuez, alergia, vegetariana), aber in Asien werden wir damit wohl an unsere Grenzen stoßen.

Trotzdem freuen wir uns natürlich auch über Missions, die etwas mit Essen zu tun haben. Also her damit! Was sollen wir für euch testen und auf unserem Blog festhalten?