Die Halbinsel Coromandel hat zwei einzigartige Strände zu bieten. Wir haben die absoluten Highlights besucht: Den Hot Water Beach und Cathedral Cove.

Buddeln für den eigenen Thermal-Pool – Hot Water Beach

Am Strand kann man sich schonmal die Füße verbrennen, wenn man nicht aufpasst. Am Hot Water Beach muss man sogar aufpassen, nicht in kochend heißes Wasser zu treten. Wer es jedoch richtig anstellt, kann sich hier auch im Winter eine Art Inifinity-Pool am Strand basteln. Dazu braucht man nichts weiter als eine Schaufel. Das ist mega-praktisch, denn das Meer ist selbst im Sommer ziemlich kühl.

Man kann den Strand leicht erreichen, von unserem Airbnb in Witianga waren es rund 25 Kilometer. Das Auto bleibt nur 5 Fußminuten von Beach entfernt stehen. Parkgebühren sind 2 Dollar die Stunde. Das ist nicht billig, lohnt sich aber. Wir blieben zwei Stunden. In einem Gebiet von rund 200 Quadratmetern um ein entsprechendes Warnschild, findet die ganze Action statt: Wer im Sand gräbt, stößt nach wenigen Zentimetern auf warmes, mit etwas Pech auf kochend heißes Wasser. Die Ursache dieses Phänomens ist 170 Grad heißes Gestein in zwei Kilometer Tiefe. Dieses erhitzt das aufsteigende Grundwasser auf über 60 Grad.

Mit etwas Geschick kann man an den richtigen Stellen einen Warmwasser-Pool graben und darin den Tag verbringen. Abhängig ist der Spaß von den Gezeiten, denn nur bei Ebbe ist die Stelle nicht vom Meer bedeckt. Entsprechend voll war es. Überall Schaufeln und flache, mit Wasser gefüllte Mulden im Sand, in denen Menschen lungerten. Das Ganze war leider ziemlich überbevölkert und ein idealer Platz ließ sich kaum finden. Doch auch sonst ist der Strand wunderschön. Und weil sich alle auf die heißen Quellen konzentrieren, finden sich andernorts tolle schattige Plätzchen.

Hot Sand Beach Coromandel

Eine Kathedrale am Strand – Cathedral Cove

Cathedral Cove ist ein wenig schwieriger zu erreichen, aber der halbstündige Fußmarsch ist es locker wert. Der offizielle Parkplatz ist fast immer voll und deswegen lohnt es sich, das Auto in Hahei stehen zu lassen. Man kann dann wunderbar am Strand entlang und die Düne hinauf zum Ausgangspunkt laufen. Von dort geht es an zwei weiteren Stränden vorbei zum Cathedral Cove. Der komplette Weg führt durch ein Küstenschutzgebiet und bietet viele fantastische Ausblicke über die Inselwelt der Mercury Bay.

Woher der Strand seinen Namen hat, ist leicht zu erraten, denn er ist durch eine gigantische Felshöhle unterteilt, die Cathedral Cave. Im Wasser stehen malerische Felsen, die eindeutig von den Gezeiten geschliffen wurden. Einige davon kann man anschwimmen und ersteigen. Die Küste steigt hier 40 Meter steil an und die Klippen ragen teils senkrecht ins Meer. Eine spektakuläre Umgebung, um sich auf seinem Handtuch niederzulassen.

Cathedral Cove Coromandel

Diese Strände liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt und wenn man sich am Meer nicht komplett auf die faule Haut legen will, kann man beide locker in einem entspannten Tagesausflug besuchen.