Auf unserer einmonatigen Reise durch Ecuador haben wir viele witzige und überraschende Dinge gelernt. Die schrägsten Infos über Ecuador lest ihr hier.

Erste Überraschung: Eine bekannte Währung

Statt uns wieder auf eine neue Währung samt möglicherweise komplizierter Umrechnungen, einzustellen, haben wir überrascht festgestellt, dass in Ecuador mit US-Dollar bezahlt wird. Schon seit dem Jahr 2000 ist der Dollar das einzige Zahlungsmittel hier. Davor gab es die landeseigene Währung Sucre. Wegen der damals extrem hohen Inflation wurde sie aber zu Gunsten des Dollars abgeschafft. In dem Zusammenhang habe ich auch gleich ein neues Wort gelernt: Die Einführung des US-Dollars heißt nämlich Dollarisierung.

Die Währung in Ecuador sind amerikanische Dollar.

Witziger Vermessungsfehler

Ecuador hat seinen Namen vom durch den durch das Land verlaufenden Äquator. Um diese Linie an einem Punkt zu markieren, steht ca. 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Quito ein Monument (Mitad del Mundo – also „Mitte der Welt“). Dumm nur, dass sich die Vermesser 1736 etwas vertan haben, und die echte Äquatorlinie rund 250 Meter weiter nördlich vom Denkmal liegt.

Von schweißtreibenden Temperaturen keine Spur

Kurz bevor wir die Küste Ecuadors erreichten, haben wir uns auf enorme Hitze eingestellt – schließlich kannten wir diese schon von der kolumbianischen Nordküste. Doch Pustekuchen! Wir wurden von recht angenehmen und nachts sogar kühlen Temperaturen überrascht. Der Grund dafür ist der Humboldt-Strom. Die kalte Meeresströmung an der Westküste Südamerikas wurde nach dem deutschen Naturforscher Alexander von Humbodt benannt. Der Strom kühlt nicht nur das Wasser, sondern auch die Luft ab und sorgt so für Temperaturen um die 20 Grad.

Vorbildliche Ampel: Rot, Gelb, Grün

Ecuador hat das geschafft, was Deutschland seit Jahren nicht hinbekommt: Hier gibt es die Lebensmittelampel. Verbraucher erkennen somit auf einem Blick, wie gesund oder ungesund ein bestimmtes Lebensmittel ist. 2014 wurde dieses Ampelsystem für industriell verarbeitete Lebensmitteln und Getränke eingeführt. Zucker, Fett und Salz sind mit den Farben rot (viel), gelb (mittel) oder grün (wenig) gekennzeichnet. Ein nötiger Schritt in Richtung gesunde Ernährung, schließlich sind sechs von zehn erwachsenen Equadorianern übergewichtig (Ergebnis eine Studie von 2012).

Eine Schokoladentafel mit sehr hohem Kakaoanteil enthält laut Lebensmittelampel in Ecuador: Viel Fett, mittelviel Zucker und wenig Salz.

Todesstrafe auf Quinoa-Anbau

Quinoa galt in Südamerika und so auch in Ecuador lange als Grundnahrungmittel. Als allerdings die Spanier das Land eroberten, haben sie den Anbau von Quinoa verboten. Es drohte sogar die Todesstrafe. Die Kulturpflanze wurde als „unchristlich“ eingestuft. Außerdem sollte ihr Verbot die Völker Südamerikas schwächen. Das ist der Grund, warum Quinoa bis in das 20. Jahrhundert hinein in Europa fast unbekannt war.

Unglaublich, dass wir diesen Künstler nicht kannten

Natürlich ließen wir uns auf unserer Reise durch Ecuador auch die einheimische Kunst nicht entgehen. Nach einer kurzen Recherche haben wir festgestellt, dass Oswaldo Guayasamín der bekannteste und wichtigste bildende Künstler des Landes ist. Nach einem Besuch des sehr schönen Guayasamín-Museums „Capilla del Hombre“ in Quito, kann ich sagen: Die großen, oft düsteren Bilder des 1999 verstorbenen Malers sind sehr beeindruckend und erinnern etwas an Picasso. Danach haben wir übrigens festgestellt, dass in fast allen Hostels und Hotels in denen wir waren, Bilder von ihm hingen.

Kleinigkeiten: Hässliches, Praktisches und Überraschendes

Zum Schluss sind uns noch diese Kleinigkeiten auf unserer Reise aufgefallen:
1. Was von vorne schön aussieht, sieht von der Seite oft ziemlich hässlich aus. Die Häuser in Ecuador haben meist nur eine schöne Fassade, sobald man sie von der Seite betrachtet, sieht man fast immer unverputzte rohe Steine.
2. Bei vielen Handyverträgen in Ecuador ist die Nutzung von Whatsapp kostenlos.
3. Was uns wirklich überrascht hat: Die Straßen in Ecuador sind ziemlich gut. Zumindest die großen Verbindungsstraßen, die wir mit Bussen entlang gefahren sind, waren alle ausnahmslos asphaltiert und in einem sehr guten Zustand.