Klar, Kuba ist Karibik und man findet hier all die tollen Postkartenstrände, die man sich vorstellt. Wer den Sonnenschirm-reservierenden Touristenmassen lieber fernbleibt, der trifft jedoch auch im Landesinneren auf grandiose Badestellen. Drei davon haben uns so sehr beeindruckt, dass wir sie hier vorstellen wollen. Sie liegen alle nicht weit voneinander entfernt in der Sierra del Escambray, einem Gebirgszug nahe Trinidad und Cienfuegos.

1. Grandioses Badeparadies in El Nicho

Der beeindruckende Wasserfall gehört zu DEN Attraktionen Kubas. Flussabwärts haben sich an mehreren Stellen idyllische natürliche Swimmingpools gebildet, in die sich das kristallklare Wasser kaskadenartig ergießt. Hier kann man durch mehrere Pools schwimmen, unter Wasserfällen hindurch tauchen oder sich Hals über Kopf in einen fünf Meter hohen Wasserfall stürzen.

Vorher muss jedoch eine ziemlich lange Autofahrt auf sich genommen werden. Wir waren mit Mietwagen unterwegs und zumindest mir als Fahrer hat die bergige und kurvige Anfahrt aus Trinidad sehr viel Spaß gemacht. Näher ist es von Cienfuegos aus, doch auch dann dauert die Tour wohl eine Stunde. Auf dem El-Nicho-Parkplatz angekommen kann man eine 10 CUC teure Wanderung zum eigentlichen Wasserfall unternehmen. Darüber können wir leider nichts berichten, denn wir gingen einen relativ kleinen und kostenlosen Weg stromabwärts und entdeckten die herrlichen Pools.

2. Kraxeln mit Belohnung in Topas de Collantes

Wer gerne wandert, findet in Kuba nur wenige angelegte Wege vor, die zudem noch kostenpflichtig sind. Im Gebiet um Topas de Collantes gibt es eine nette Auswahl. Ohne zu wissen, was uns genau erwartet, wählten wir eine insgesamt etwa zweistündige Wanderung zu einem Ziel namens La Batata, mitten durch den Dschungel. Am Ende des Weges, standen wir vor einer großen Höhle, aus der sich ein kleiner Fluss ergoss.

Wir waren mäßig beeindruckt und mussten erst von einer Gruppe Kubaner darauf hingewiesen werden, dass man mit Sandalen ins Wasser steigen und dann mithilfe von gespannten Seilen an der Felswand entlangkraxeln kann, um in die Höhle zu kommen. Während Janina draußen wartete, machten sich meine Schwester Katja, der Mann meiner Mutter Uwe und ich auf den Weg –  und siehe da: die Klettertour war wirklich lohnenswert, denn sie führte in zwei sehr große Höhlen, die teils oben offen waren. Hier befand sich keine Menschenseele. Dafür gab es zwei natürliche Badestellen samt Wasserfall. Und so planschten wir “überdacht” im kühlen Wasser, während draußen ein ordentlicher Regenguss niederging.

3. Schwimmen mit Einheimischen in Jarico

Kurz vor dem Ende unserer Kuba-Tour besuchten wir Sancti Spiritus, einen netten Ort mit gutem Klima ohne viele Sehenswürdigkeiten. Eine etwa 45-minütige Taxifahrt führte uns nach Jarico, von wo man diverse Wanderungen unternehmen kann, die alle aufgrund der Wetterbedingungen nicht möglich waren. Also vertrieben wir uns die Zeit bis uns der Taxifahrer abholte mit Waldspaziergängen. Dabei fanden wir eine bei Kubanern offenbar sehr beliebte Badestelle. Auch hier schwimmt man in einem Becken klaren Wassers, in das sich ein wunderschöner Wasserfall ergießt.

All diese grandiosen Badestellen haben wir mehr oder weniger zufällig entdeckt. Es lohnt sich also auch in Kuba, die Gegend auf eigene Faust zu erkunden und die Augen offen zu halten. Dennoch spielt die Regierung überall mit und besonders Wanderwege sind fast immer mit Kosten verbunden. Dafür kann man sich auch in abgelegenen Gegenden absolut sicher fühlen – und sich das Geld für teure Hotels mit Pools sparen.