Vegetarisches Essen in Kolumbien

Die Ecuadorianer haben ein anderes Verständnis von vegetarischem Essen, als ich. Huhn und Fisch sind in ihren Augen Teil der vegetarischen Ernährung. Trotz dieser unterschiedlichen Auffassung, habe ich die vier Wochen in dem südamerikanischen Land gut überstanden und bin nicht verhungert. Das habe ich hauptsächlich diesen Leckereien zu verdanken:

Quinoa – beliebt und gesund

In Südamerika und so auch in Ecuador kommt man um eine Pflanze nicht herum: Quinoa. Schließlich gilt sie in der Andenregion schon seit etwa 6000 Jahren als Grundnahrungsmittel. Die getreideähnliche Pflanze ist hier sehr weit verbreitet. Das liegt sicher daran, dass sie sehr anspruchslos im Anbau ist und bis zu einer Höhe von 4200 Meter gedeiht. Außerdem ist Quinoa glutenfrei, reich an Nährstoffen und hat einen hohen Eiweißgehalt. Da ich ein riesiger Suppen-Fan bin, habe ich mir häufiger eine großartige und sehr gesunde Quinoa-Suppe gegönnt.

Da freut sich das Vegetarier-Herz: Eine Quinoa-Suppe in Ecuador.

Humita – einfach, aber geil

Humitas sind längliche, weiche Teigstücke, die aus Mais und Maismehl bestehen. Sie werden je nach Region oder Familienrezept anders zubereitet. Oft werden sie mit Zwiebeln, Eiern und Gewürzen oder Käse gedämpft oder gekocht in der Schale des Maisblatts serviert. Eine Humita ist ideal, wenn einen der kleine Hunger überkommt. Und sie werden in Imbissen oder Straßenständen in der ganzen Andenregion verkauft.

Choclo – Mais, mal anders

Der Andenmais, hier Choclo genannt, ist nicht vergleichbar mit unserem europäischen, recht süßen Mais. Die Körner sind größer, bissfester und kaum süß. In Ecuador wird Choclo gerne als Beilage gegessen. Im Dschungel in Tena hatten wir ihn sogar zum Frühstück.

Vegetarisches Essen in Ecuador: Frischer Andenmeis, in Südamerika Choclo genannt, auf einem Markt in Equador.

Ají – die Soße mit dem gewissen Etwas

Ají (sprich: Achi) ist eine sehr leckere Soße, die zu vielen Gerichten serviert wird. Sie besteht aus Chili, Koriander, Pfeffer, Zwiebeln und Tomate und ist gerne mal richtig scharf. Allerdings habe ich auch schon super leckeres und sehr mildes Ají erwischt. Übrigens gibt es die Soße auch in Peru.

Die pikante Soße namens Ají wird in Ecuador zu vielen Gerichten gereicht.

Patacón – die gute alte Kochbanane

Schon in Kolumbien hat mich die Vielseitigkeit der grünen Kochbanane, hier Patacón genannt, beeindruckt. In Ecuador wird sie auch auf alle möglichen Arten zubereitet: Frittiert, gebraten oder gekocht und zerstampft in Bällen zusammen mit Käse serviert oder auch einfach als Zutat in einem Kuchen.

Die Kochbanane, genannt Patacón, wird in Ecuador auch gerne mal als Zutat in einem Kuchen verwendet.

Almuerzo – Mittagsangebot für den schmalen Taler

Überall in Ecuador (und auch Peru) gibt es wahnsinnig günstige Mittagsangebote. Diese haben wir leider erst sehr spät entdeckt. Wer auf seiner Reise, so wie wir, aufs Geld schauen muss, sollte sich mittags ein Almuerzo gönnen. Das spanische Wort heißt auf Deutsch Mittagessen. Das Angebot besteht meist aus zwei oder drei Gängen samt Getränk. Bei der Vorspeise und dem Hauptgericht kann man meist aus verschiedenen Möglichkeiten wählen. Allerdings muss man als Vegetarier oft schon etwas suchen, bis man ein fleischfreies Gericht gefunden hat.

Ecuador kann ich nur jedem ans Herz legen. Das Land ist wunderschön und hat eine Menge zu bieten. Als Vegetarier ist es hier zwar nicht ganz so einfach, aber mit etwas Suchen findet sich immer etwas Seckeres.

Wer Tipps für Restaurants oder ähnliches braucht, kann sich einfach an uns wenden.