Um euch die ein oder andere böse Überraschung in Kuba zu ersparen, haben wir hier aufgelistet, welche elf wichtigen Dinge uns bei unserem ersten Weltreiseland aufgefallen sind.

1. Unbedingt mitbringen!

Hier gibt es nicht ansatzweise alles, was es bei uns völlig selbstverständlich ist. Deckt euch also vor allem mit Kosmetikartikeln ein, denn die Auswahl in Kuba ist nicht groß und es kostet ziemlich viel. Bringt vor allem Folgendes mit: Sonnencreme, Mückenspray, Pflaster und, für die Mädels sehr wichtig, Tampons (es sei denn ihr habt Lust auf so etwas wie Wattebäusche ohne Schnur oder ihr wollt ewig nach richtigen Tampons suchen, die dann auch noch unglaublich teuer sind).

2. Taxis ohne Ende

Auch wenn es an einigen Sachen mangelt, Taxis gibt es ganz sicher genug. An so ziemlich jeder
Straßenecke wird man mit „Taxi?“ angesprochen. Das kann auf Dauer ganz schön nerven. Es gibt auf Kuba zwei verschiedene Taxi-Formen: Die Staatlichen und die Privaten. Die staatlichen erkennt man daran, dass sie gelb, moderner und oft klimatisiert sind. Sie sind allerdings auch etwas teurer.

Zu den privaten Taxis zählen die berühmten uralten amerikanischen Oldtimer (perfekt für Nostalgiker und Autofreaks). Ein Taxisticker an die Scheibe geklebt und schwupps schon ist man ein Taxi – das zumindest ist unser Eindruck. Der Preis ist verhandelbar – auf jeden Fall sollte man dies immer VOR Fahrtantritt tun. Hierbei bietet es sich übrigens an, sein Verhandlungsgeschick etwas zu schulen. Wenn der eine Taxifahrer “no” zu einem Angebot sagt, steht der nächste gleich bereit.

3. Währungs-Wirrwar

In Kuba gibt es verwirrenderweise zwei verschiedene Währungen. Der CUC (Kubanischer Peso convertible) ist das offizielle Zahlungsmittel. Er ist an den US-amerikanischen Dollar gebunden, der ja ähnlich viel wert ist, wie unser Euro. Daher muss man in Kuba nicht groß umrechnen, was gerade die Mathemuffel erfreuen dürfte.
Das zweite Zahlungsmittel ist der CUP (Kubanischer Peso). Er wird häufig auch moneda nacional genannt. Hier muss man rechnen: Ein CUC entspricht 25 CUP.
Wir sind auf unserer Rundreise übrigens ganz ohne CUP ausgekommen. Allerdings sollte man genau darauf achten, was man als Wechselgeld bekommt. Da schummelt ein gewiefter Kubaner gerne mal ein CUP-Stück oder einen Schein mit rein.

4. Günstig schlafen

An diesem Zeichen erkennt man die “Casa Particulares”

Wer günstig in Kuba übernachten möchte, der sollte in einer sogenannten Casa Particular nächtigen. Das sind staatlich geprüfte Unterkünfte, die Kubaner in ihrem eigenen Heim anbieten. Dafür müssen sie aber eine Abgabe an den Staat zahlen. Allerdings fühlt es sich nicht so an, als wäre man bei einer Gastfamilie, sondern eher wie in einem kleinen Hostel. Es gibt wenige Zimmer, aber man hat seinen privaten Raum samt Badezimmer. Wir haben zusammen meist 25 CUC pro Nacht bezahlt (Handtücher gibt es, aber Duschbad und Shampoo fehlen immer). Frühstück gibt es oft für einen Aufpreis von ca. 5 CUC dazu.

5. Süßes Frühstück – karges Essen

Die Kubaner lieben es süß. Und das fängt schon beim Frühstück an. Ein frischgepresster gezuckerter Saft aus einer exotischen Frucht ist Standard. Dazu gibt es meist geschnittenes Obst – das was überall wächst natürlich, also Mango, Ananas, Papaya und Guave. Dazu mal mehr mal weniger trockenes Weißbrot und Marmelade aus den schon genannten Früchten.
Und immer Eier ohne Ende: gekocht, Spiegelei, Omelette oder Rührei. Meine Fresse, wir haben noch nie so viele Eier in so kurzer Zeit gegessen.


Zu den anderen Mahlzeiten gibt’s viel Reis, sehr gerne mit Bohnen, dazu Fleisch oder Fisch. Die vegetarischen Varianten sind nicht so wahnsinnig vielfältig, aber das war Janina schon vorher klar. Mehr zum Thema Essen auf Kuba findet ihr bald auf unserer Seite.

6. www – nicht ok

Das liebe Internet ist für die Kubaner leider noch Neuland. Wlan in den Unterkünften oder in Cafés sucht man hier vergeblich. Man muss sich in den Läden des kubanischen Telekommunikationsunternehmens Etecsa ein Internet-Ticket kaufen (was oft eine Weile dauern kann, da sich dort schnell Schlangen bilden). Dieses kostet 1,50 CUC und gilt für eine Stunde. Allerdings nur an den öffentlichen WiFi-Hotspots – und da ist die Verbindung oft schlecht. Mehr dazu könnt ihr hier lesen.

7. Hablo Espanol

Es hat uns enorm geholfen hat, zumindest ein paar Bröckchen Spanisch zu sprechen. Wir hatten vorher an einer Volkshochschule einen Grundkurs in “Espanol” gemacht. Die meisten Kubaner (auch Anbieter von Casa Particulares) können nämlich kein oder nur „un poquito“ Englisch. Hilfreich ist übrigens auch, sich vorher ein kleines Spanisch-Onlinewörterbuch aufs Handy zu laden, das auch offline funktioniert.

8. Reisezeiten beachten

Einfach wild den erstbesten Flieger nach Kuba zu buchen ist keine gute Idee. Man sollte nämlich das Klima und die Hurrikan-Saison (Juli bis November) beachten. Am angenehmsten ist es von Oktober bis Februar. Im Juni ist es hier verdammt heiß – wir können gar nicht so viel trinken, wie wir schwitzen.

9. Wasservorräte

Apropos Trinken! Schaut auf Kuba rechtzeitig, wo ihr Wasser herbekommt. Der gemeine Kubaner kocht und filtert sein Wasser nämlich selbst und kauft sich daher keins. Wasser wird also hauptsächlich von Touristen gekauft (hier lohnt sich übrigens finanziell der Fünf-Liter-Kanister) und ist daher nicht in jedem Laden zu haben.

Auch beim Wasser in den Unterkünften herrscht immer mal wieder Knappheit. Wasser für Bad und Küche kommt bei vielen Gebäuden aus einem Tank auf dem Dach. Und der wird schnell leer. In Trinidad mussten wir unsere Gastgeberin täglich daran erinnern, neues Wasser in den Tank zu pumpen. Ziemlich schwierig, wenn man gerade eingeseift unter der Dusche steht. Man sollte also auf jeden Fall sparsam beim Duschen sein.

10. Keine Panik bei Krankheiten

Wenn man doch mal was nicht vertragen haben sollte oder anderweitig krank wird, muss man sich in Kuba keine allzu großen Sorgen machen. Das Gesundheitssystem ist nämlich eines der besten in Südamerika. Staatsoberhäupter aus den Nachbarländern lassen sich hier regelmäßig behandeln.

Wenn man auch mal in den Genuss kommen will oder muss, sollte man unbedingt seinen Reisepass dabeihaben. Und natürlich ist es sehr sinnvoll, eine Auslands-Krankenversicherung zu haben. Dazu könnt ihr euch gerne unseren Artikel zur Reisevorbereitung anschauen.

11. Stromversorgung läuft

Damit ihr auch immer unter Strom steht, noch ein wichtiger Tipp zum Schluss:
Achtet beim Adapter darauf, dass er nur zwei Stifte hat. Janina hat zwar den richtigen Stecker dabei, allerdings hat er einen dritten Stift und passte so nicht in die meisten Steckdosen auf Kuba. Zum Glück hat Normans Stecker gepasst.

Bei manchen passte übrigens auch unser normaler Stecker, ganz ohne Adapter. Stellt euch also auf drei verschiedene Steckdosentypen ein.