Norman schaukelt auf dem Berg über Baños

Mission in kurz: Klettert auf einen Berg mit Koboldfelsen. Dann heißt es: Schaukeln in Baños und abends geht es in ein bestimmtes Thermalbad.

Liebe Annie,

alter Verwalter, deine Mission „Drüber und drunter in Baños“ hatte es ganz schön in sich!
Nach unserer Dschungeltour in Tena sind wir direkt in das 18.000 Einwohner kleine Städtchen Baños gefahren. Statt Regenwald fanden wir uns dort inmitten von riesigen Bergen wieder. Und wie wir dann auch noch erfahren haben, verbarg sich hinter den dichten Wolken auch noch ein ziemlich aktiver Vulkan. Der hat sich aber zum Glück während unseres dreitägigen Aufenthalts dort schön ruhig verhalten.

Nach einer entspannten Nacht haben wir uns am nächsten Tag frisch ans Werk gemacht, um den ersten Teil deiner Mission zu erfüllen: Wir sollten auf den Berg kraxeln und auf dem Weg nach oben die Felsen, die wie Kobolde aussehen, suchen. Das stellte uns schon vor ein Problem: Es gibt nämlich verschiedene Wege nach oben. Doch wo genau verstecken sich dort die Kobolde? Mithilfe der von dir geschickten Hinweisfotos haben wir uns dann für einen Weg entschieden. Allerdings waren die Kobolde wohl doch etwas zu schüchtern, denn sie ließen sich einfach nicht blicken. Dafür haben wir aber das Gesicht eines Verwandten deiner Kobolde in einem Felsen entdeckt.

Gesicht von Kobold im Felsen bei Baños

Bei den Augen haben wir zugegebenermaßen etwas nachgeholfen. Aber das bärtige Koboldgesicht sah ansonsten genau so aus.

Nach einer wunderschönen, aber auch etwas anstrengenden dreistündigen Wanderung sind wir schließlich oben angekommen. Und die Aussicht war einfach der Hammer! Hier das von dir gewünschte Foto:

Ein Stückchen weiter links von dem beeindruckenden Fotopunkt aus konnte man schaukeln in Baños.

Allerdings wurde unsere Freude über diesen tollen Ausblick durch den zweiten Teil deiner Mission getrübt. Der erforderte nämlich sehr viel Mut: Wir sollten die Schaukel, die “Schauer bringt, weil sie in Höhen schwingt”, finden und darauf weit schaukeln. Vor dem Aufstieg sagten wir uns noch: „Ach, das wird schon gehen. Wie schlimm kann das schon sein?“ Oben angekommen, ist zumindest mein Mut beim Anblick der Schaukel sofort schreiend davongelaufen. Norman hatte seinen Mut aber zum Glück besser im Griff. Nach etwas Überlegungszeit, hat er sich wirklich auf der Schaukel festbinden lassen. Wie das schaurige Schaukeln ausging, seht ihr hier:

„Fuck! Fuck! Fuck!“ Mit diesem Ausruf hat Normi den zweiten Missionsteil erfüllt. Er macht damit hoffentlich auch wett, dass ich mich nicht getraut hab. Ich bin eben ein Schisser. Für den Tag hatten wir dann erstmal genug getan und haben uns, wieder unten in Baños angekommen, erstmal mit einem leckeren Abendessen belohnt. Danach waren wir so voll, dass wir beschlossen haben, den dritten und letzten Teil deiner Mission am nächsten Tag zu erledigen: Wir sollten ins Thermalbad unter dem Wasserfall gehen und ein Selfie mit Badekappe machen.

Das Bad „Las Piscinas de la Virgen“ war schnell gefunden, schließlich war es im Ort das einzige Thermalbad unter einem Wasserfall. Während wir in der langen Schlange davor warteten, überlegten wir, wie wir deinen Wunsch mit der Badekappe erfüllen sollten. Überraschenderweise befinden sich nämlich in unseren Weltreise-Rucksäcken keine Badekappen. Doch an der Kasse erfuhren wir, dass Badekappen Pflicht sind – und dass man sich im Bad welche leihen könne. Perfekt!

Es gab eine rote für mich und eine türkise für Normi. Wie wir schon von draußen vermutet hatten, war es verdammt voll in dem Bad. Insgesamt machte es auch einen etwas runtergekommenen Eindruck. Das und dass die kleinen Becken brechend voll waren, schien hier niemanden weiter zu stören. Normi fand sich nach dem Hinsetzen ins zum Teil sehr niedrige Wasser umzingelt von haarigen Ecuadorianer-Bäuchen, während ich mit Fußtritten von im Wasser spielenden Kindern zu kämpfen hatte. Das gewünschte Selfie haben wir daher sicherheitshalber lieber außerhalb des Wassers gemacht.

Norman und Janina im Thermalbad in Baños

Vielen lieben Dank für deine Mission in Ecuador, Annie! Ansonsten wäre uns das 1800 Meter hoch gelegene, hübsche Städtchen Baños sicher entgangen.

Liebe Grüße,
Janina

P.S.: Wir haben im Nachhinein festgestellt, dass es wohl mehrere Schaukeln auf dem Berg gibt. Es kann also sein, dass du vielleicht eine andere im Sinn hattest. Aber krass war unsere auf jeden Fall auch!

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Unsere Reise ist noch lang, wir freuen uns daher über weitere Missions. Hier könnt ihr sie uns schicken.