Es ist wieder an der Zeit, dass euch das Wasser im Mund zusammenläuft! Denn es folgt der zweite Teil unserer exotischen Weltreise-Rezepte-Saga. Dieses Mal gibt es leckere Rezepte aus Nordamerika! Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, dem sei nochmal kurz erklärt worum es geht:

Vor unserer Abreise haben wir von meinem Freundeskreis aus Berlin und Potsdam eine sehr umfangreiche Mission mit auf den Weg bekommen: Macht in acht verschiedenen Ländern ein Bild von euch mit unserem Gruppenfoto – und zwar vor Sehenswürdigkeiten oder vor schönen Hintergründen. Zaubert dazu noch die Rezepte zu acht leckeren landestypischen Gerichten zum Nachkochen auf euren Blog.

Lieber Freundeskreis,

es geht in die zweite Runde und damit auf unseren zweiten Kontinent: Nordamerika. In drei Ländern wart ihr in Form eines laminierten Fotos bei einem Revolutionär, einer sehr bekannten Brücke und einem wunderschönen See dabei. Dazu gibt es natürlich auch wieder leckere landestypische Rezepte.

Mit euch: Am Grab von Che Guevara in Kuba

Unser allererstes Reiseland war Kuba – und es war wie eine Reise in die sozialistische Vergangenheit. Mein lieber Freundeskreis, wir sind zwar (fast) alle in der DDR aufgewachsen, aber vermutlich habt ihr, genau wie ich, keine wirklichen Erinnerungen daran. Wir wurden ja alle direkt nach der Wende eingeschult und waren somit auch nie Jungpioniere. Daher fehlte mir die persönliche, sozialistisch geprägte Bindung zu Kuba.

Apropos nostalgisch: Eine Person begegnete uns in Kuba an so ziemlich jeder Ecke – sei es als Name oder sein berühmtes Konterfei. Die Rede ist natürlich von Che Guevara. In Santa Clara, einer im Zentrum Kubas gelegenen Stadt, hat der berühmte Revolutionär seine letzte Ruhestätte. Doch sein Grab ist natürlich nicht irgendein schlichter Stein auf einem Friedhof. Nein, Che hat ein Mausoleum bekommen (in dem man leider nicht fotografieren darf). Über dem Mausoleum steht das nationale Denkmal der Kubanischen Revolution. Und die sechs Meter hohe Bronzestatue darauf stellt natürlich auch Che dar. Neben ihm habt ihr euch sehr hübsch aufgereiht, findet ihr nicht?

Rezepte aus Nordamerika: Im kubanischen Nachtisch-Himmel

Ich wusste schon vorher, dass Kuba keine kulinarische Erleuchtung bringen würde. Daher dachte ich, dass es schwer werden würde, hier ein schönes Rezept zum Nachkochen für euch zu finden. Den langweiligen Klassiker, Reis mit Bohnen, wollte ich euch schließlich nicht zumuten. Doch dann ist uns der FLAN begegnet (hier stellt euch bitte einen choralen Erleuchtungs-Gesang vor). Gott sei Dank! Diesen leckeren, puddingähnlichen Nachtisch haben wir fast jeden Tag begeistert verputzt.


Rezepte aus Nordamerika: Flan


Zutaten für ca. 6 Portionen:

200 g Zucker
etwas Wasser
3 Eier
1 Dose/ 400 g gesüßte Kondensmilch
1 Dose/ 400 g Kondensmilch
1 Prise Salz
1-2 EL Vanilleextrakt (je nach Geschmack)

  1. Backofen auf 180° vorheizen.
  2. Eier schaumig schlagen und dann die beiden Kondensmilchsorten, eine Prise Salz und den Vanilleextrakt unterrühren, bis alles gut vermischt ist.
  3. In einer Pfanne den Zucker mit 2-3 EL Wasser verrühren, bis er sich aufgelöst hat. Dann die Masse langsam erhitzen, bis sie karamellisiert/goldbraun ist.
  4. Den Karamell in eine Form gießen und hin und her schwenken, so dass der Boden gleichmäßig mit Karamell bedeckt ist (wahlweise Muffinformen/ drei kleine Auflaufförmchen/ kleine bis mittelgroße Glasform). Etwas abkühlen lassen.
  5. Die Kondensmilch-und-Co.-Mischung in die Backform gießen.
  6. Die Schälchen nun auf ein tiefes Backblech stellen und dieses ca. 2 cm mit heißem Wasser füllen (also quasi in ein Wasserbad stellen).
  7. Im auf 180° vorgeheizten Backofen für 40-50 Minuten backen.
  8. Schälchen aus dem Ofen nehmen und noch etwa 10 Minuten im Wasserbad ruhen lassen. Dann alles für 3-4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  9. Zum Genießen: Flan vorsichtig aus der Form lösen und auf einen Teller stürzen.
Rezepte aus Nordamerika: Kubanischer Flan

Bei diesem besonders schön arrangierten Flan läuft mir noch heute das Wasser im Mund zusammen.

Mit euch: Über eins von New Yorks Wahrzeichen spazieren

Freunde! Es ist wahr geworden: „I wanna wake up in a city, that doesn’t sleep.“ Nah? Wovon ist die Rede? Noch eine Textstelle vom berühmten Sinatra-Song?
„I want to be a part of it, New York, New York!“

New York City! Wir waren aus finanziellen Gründen zwar nur 4 Tage in NY, aber die Stadt hat uns umgehauen. Wir sind die meiste Zeit einfach nur staunend und mit leichten Nackenschmerzen rumgelaufen (die Wolkenkratzer sind einfach überall). Von Manhattan, dem touristischen Zentrum New Yorks, sind wir auch in den Nachbarbezirk Brooklyn spaziert. Und das ging natürlich am besten über die Brooklyn Bridge. Und da wart ihr dabei:

Wahrzeichen: Die Brooklyn Bridge ist eine der ältesten Hängebrücken der USA.

Rezepte aus Nordamerika: Im Burgerhimmel

Was man in den USA überall und vor allem auch ziemlich gut essen kann, sind Burger. Das hat natürlich in erster Linie Normi gemacht. Doch den ein oder anderen vegetarischen Burger habe auch ich mit Begeisterung verschlungen. Ich habe euch daher mal ein vegetarisches Burgerrezept zum Nachkochen zusammengestellt.


Rezepte aus Nordamerika: Vegetarischer Burger


Zutaten für 4 Portionen:

400 g/ 1 Dose Kichererbsen (schon vorgekocht)
2 Zwiebeln (eine große und eine kleine)
2 große Tomaten
Salatblätter
2-3 Knoblauchzehen
etwas Zitronensaft
2 TL Thymian und Oregano
Chiliflocken oder Chilipulver
Salz und Pfeffer
etwas Olivenöl
4 Burgerbrötchen (gerne schöne Körner-Vollkorn-Brötchen; oh Gott, wie ich die vermisse)

Für die Soße:
ca. 150 g griechischer Naturjohurt
0,5 – 1 Salatgurke (je nach Größe und Geschmack)
1 Knoblauchzehe
1 TL Zitronensaft (frisch gepresst)
1 TL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Optional dazu: Ofengemüse oder Süßkartoffelpommes oder einfach ein leckerer Salat.

  1. Kichererbsen abspülen und abtropfen lassen. Anschließend pürieren.
  2. Die große Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und beides darin kurz anbraten.
  3. Kichererbsenmasse mit Zwiebeln und Knoblauch vermischen. Mit etwas Zitronensaft, Thymian, Oregano, Chili, Salz und Pfeffer gut würzen.
  4. Teig zu vier Bratlingen formen und leicht platt drücken.
  5. Bratlinge für 20-25 Minuten in den auf 180° vorgeheizten Ofen schieben. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden. Die Patties sind fertig, wenn sie innen noch weich und saftig sind, außen aber schon eine schöne Kruste haben.
  6. Soße zubereiten: Gurke schälen, halbieren und mit einem Teelöffel die Kerne entfernen. Anschließend fein raspeln, ein wenig salzen und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Die Knoblauchzehe (wer mag, kann auch 2 nehmen) schön klein schneiden und mit dem Joghurt, Zitronensaft, Olivenöl und den abgetropften geraspelten Gurke gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Brötchen halbieren und toasten. Dann mit Soße beschmieren, mit Salatblatt belegen, fertiges Patty dauflegen und mit geschnittener Tomate und einigen Ringen der geschnittenen kleinen Zwiebel belegen.
  8. Beim Anblick sabbern und dann aufessen!
Rezepte aus Nordamerika: Amerikanischer, vegetarischer Burger

Das ist einer meiner vegetarischen Lieblingsburger, den ich in den USA gegessen habe. Mal sehen, ob eure mit dem Rezept auch so lecker werden.

Mit euch: Einen türkisblauen See im Kanadischen Nationalpark bestaunt

Land Nummer drei in Nordamerika war Kanada. Da die Weltreise noch nicht vorbei ist, will ich mich noch nicht festlegen, aber Kanada ist ganz sicher mindestens unter den Top 5 meiner Lieblingsländer auf unserer Reise. Mit dem Mietwagen waren wir zwei Wochen unterwegs und haben nur einen Bruchteil des Landes erkundet. Aber an so ziemlich jeder Ecke waren großartige Seen, fantastische Landschaften und wunderschöne Berge zu sehen. Ein schönes Foto mit dem Bild von euch zu machen, war also absolut kein Problem. Nach viel überlegen haben wir uns entschieden, euch mit zum Lake Louise zu nehmen. Der See liegt im ältesten Nationalpark Kanadas, nämlich im Banff-Nationalpark.

Rezepte aus Nordamerika: Mein himmlischer Lieblingssalat

In Kanada waren wir auch das erste Mal wwoofen. Die Arbeit auf der Biofarm auf Vancouver Island ist mir noch lebhaft in Erinnerung. Es war einfach wunderschön dort. Und grandios war auch das Essen, dass unsere Gasteltern jeden Abend gezaubert haben. Wovon ich dabei nicht genug bekommen konnte, war Howards knoblauchlastiger himmlischer Caesar Salad.


Rezepte aus Nordamerika: Howards Caesar Salad


Zutaten für etwa vier Portionen:

Dressing:
6-12 Knoblauchzehen
4 TL Zitronensaft (frisch gepresst)
2 TL Dijon-Senf
300 ml Olivenöl (Extra Vergine)
60 g Parmesan
Pfeffer
Salz

Salat:
4 Köpfe Römersalat
1 Baguette
ca. 115 g Parmesan
6 EL Olivenöl
Pfeffer

  1. Dressing zubereiten:
    Den Knoblauch so klein wie möglich schneiden und dann mit etwas Zitronensaft und Senf vermischen. Anschließend mit dem Olivenöl vermengen, den geriebenen Parmesan hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Zitronensaft abschmecken.
    Wer einen Food Processor/ eine Küchenmaschine hat, kann es sich leichter machen: Knoblauch klein häckseln, dann etwas vom Zitronensaft und den Senf hinzugeben. Anschließend langsam, während der Processor weiter läuft, das Olivenöl hinzugießen. Den Parmesan hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Zitronensaft abschmecken.
  2. Backofen auf 160° vorheizen (Umluft).
  3. Baguette in dünne Scheiben schneiden und diese dann würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erwärmen (nicht kochen) und die Würfel untermischen.
  4. Die Olivenöl-Würfel auf einem Backblech verteilen (mit Backpapier darunter am besten) und für 10-12 Minuten in den Ofen schieben, bis sie kross und goldbraun sind.
  5. Den Salat putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  6. Den Salat in eine große Schüssel geben und mit dem Dressing gut vermischen (gerne mit den Händen). Anschließend die etwas abgekühlten Croutons dazu geben und ein wenig dünn geschnittenen Parmesan (Käsehobel) und Pfeffer auf dem nun fertigen Salat verteilen.
  7. Am besten an einem Freitagabend oder Samstag essen, da die Knoblauchdünste den ein oder anderen Kollegen auf Arbeit stören könnten.
Rezepte aus Nordamerika: Caesar Salad aus Kanada

Unsere lieben kanadischen Gasteltern Sally und Howard haben jeden Abend für unser leibliches Wohl gesorgt.

Eure Mission ist damit schon über die Hälfte erfüllt. Zwei Bilder und Rezepte aus Südamerika gab es letzte Woche. Fünf von insgesamt acht Ländern sind also schon geschafft. In einer Woche geht es weiter – dann sind Australien und Ozeanien dran. Bis dahin erstmal viel Spaß beim Nachkochen! Und schreibt gerne wieder in den Kommentaren, ob alles beim Kochen geklappt hat und wie es euch geschmeckt hat.