Vor unserer Abreise haben wir von meinem Freundeskreis aus Berlin und Potsdam eine sehr umfangreiche Mission mit auf den Weg bekommen: Macht in acht verschiedenen Ländern ein Bild von euch mit unserem Gruppenfoto – und zwar vor Sehenswürdigkeiten oder vor schönen Hintergründen. Zaubert dazu noch die Rezepte zu acht leckeren landestypischen Gerichten zum Nachkochen auf euren Blog.

Lieber Freundeskreis,

das laminierte (Hochzeits-)Foto das ihr uns zum Abschied geschenkt habt, war ein ständiger Begleiter auf unserer Weltreise. Euer Wunsch sicherzustellen, dass wir euch nicht vergessen, ist damit in Erfüllung gegangen. Das Ergebnis der umfangreichen Mission bekommt ihr nun in vier Teilen serviert – unterteilt nach Kontinenten. Ich hoffe, das schmeckt euch!

Die ersten Schritte unserer Weltreise haben wir in Südamerika gemacht. Hier wart ihr an zwei wichtigen Orten in Ecuador und Peru dabei. Für die beide Länder habe ich natürlich auch zwei leckere Rezepte zum Nachkochen zusammengestellt.

Mit euch: Tief im Dschungel von Ecuador

In Ecuador unternahmen wir eine großartige zweitägige Dschungeltour – samt Übernachtung in einer Lodge mitten im tiefsten Dschungel von Tena.  Und von den Hängematten vor unserer Tür haben wir diesen Ausblick zusammen mit euch genossen.

Im Dschungel von Ecuador: Südamerika mit Freu(n)den

Rezepte aus Südamerika: Innen yummy – gefüllte Maisblätter aus Ecuador

Als Rezept habe ich euch Humitas rausgesucht. Die gefüllten Maisblätter gibt es überall in Ecuador und sie sind verdammt lecker. Meistens ist allerdings etwas Fleisch drin. Wegen meines tierlieben Herzens habe ich euch aber „nur“ ein vegetarisches Rezept für diese Leckerei zusammengestellt (wer mag, kann ja selbst noch Fleisch hinzufügen).


Rezepte aus Südamerika: Humitas


Zutaten für 6 Portionen:

6 frische Maiskolben mit Blättern
1 große Zwiebel (wer mag, kann auch Frühlingszwiebeln nehmen)
120 g Maismehl
2 Eier
40 g Crème fraîche
300 g geriebener Käse (z.B. Mozzarella, Gruyère)
2 Knoblauchzehen
1 TL gemahlener Koriander
1 TL Salz
nach Geschmack kann dazu noch:
etwas klein geschnittene Tomate, Paprika, Möhre, Kürbis o.ä.

    1. Vorsichtig die Blätter vom Maiskolben entfernen + die Maiskörner vom Kolben lösen.
    2. Jetzt wird Folgendes püriert (bis eine dickliche homogene Masse entsteht): Maiskörner, Maismehl, Crème fraîche, Käse, Eier, Koriander, zerhackte Knoblauchzehen und Salz.
    3. In die Masse nun die klein geschnittenen, gewünschten Extrazutaten rühren (z.B. Tomate).
    4. Füllen steht auf dem Plan: Es gibt verschiedene Arten die Humitas zu befüllen. Am einfachsten scheint mir diese: Nehmt zwei Maiskolbenblätter (wenn sie noch zu starr sein sollten, könnt ihr sie auch kurz in heißem Wasser blanchieren) und legt sie übereinander, so dass sie ein X formen. Füllt nun ein wenig von der Masse (je nach Blattgröße etwa 2 TL) in die Mitte und faltet das Paket dann gut zusammen, so dass die Masse nicht irgendwo rausquillt. Verschnürt das Paket entweder mit den Enden der Blätter oder mit einer Schnur (die muss fürs Kochen geeignet sein – ich erinnere an die Bridget-Jones-Stelle, wo sie beim Kochen einen roten Faden verwendet und damit ihr Essen versehentlich rosa färbt).
    5. Die Humitas nun in einem Topf mit Dampfeinsatz für ca. 30 – 40 Minuten dämpfen.
    6. Anschließend auspacken und genießen! Wer mag, kann noch etwas Käse drüberstreuen.
Rezept aus Südamerika: Humita/ Tamalis in Ecuador

Hier isst Normi eine Tamales in einem Bananenblatt. Diese ähnelt der Humita sehr. Es gibt nur einen kleinen Unterschied: Bei Humitas wird frischer Mais verwendet, Tamales  dagegen werden mit getrocknetem Mais gemacht.

Was ich als Vegetarier sonst noch so in Ecuador gegessen habe, könnt ihr hier nachlesen.

Mit euch: In Peru Machu Picchu bestaunen

Lieber Freundeskreis, jetzt ist es an der Zeit sich hinzusetzen oder zumindest sich gut festzuhalten, denn in dem zweiten Land in Südamerika haben wir euch an einen ganz besonderen Ort mitgenommen. Der Inka Jungle Trail hat uns nämlich zur berühmtesten alten Inka-Stadt geführt. Und nach einem frühmorgendlichen, kräftezehrenden Aufstieg, konnten wir euch endlich Machu Picchu zeigen.

Mit Freu(n)den in Südamerika auf dem Machu Picchu

Rezepte aus Südamerika: Unser peruanisches Lieblings-Kartoffelgericht

In Peru waren wir häufig zu Fuß unterwegs, und da braucht man natürlich eine gute Basis. Wir haben uns beide in eine peruanische Vorspeise verliebt (die wir auch gerne mal als Snack zwischendurch gegessen haben): Papa a la Huancaína. Hier das Rezept dazu.


Rezepte aus Südamerika: Papa a la Huancaína


Zutaten für 6 Portionen:

6 mittelgroße Kartoffeln
3 Eier
250 g Weichkäse (z.B. Ricotta, Schafskäse)
100 ml Kondensmilch (nicht gesüßt)
6-12 Eisberg-Salatblätter
ca. 50 g Cracker
3-4 EL Ají Amarillo Paste (je nach gewünschter Schärfe)
1 Prise Chilipulver
Salz und Pfeffer
Wer mag, zum Garnieren: ca. 60 g schwarze Oliven

  1. Eier hart kochen und Kartoffeln mit Schale kochen (wer die Schale nicht mag, kann sie nach dem Kochen auch abziehen). Anschließend abkühlen lassen.
  2. Die Soße anrichten: Kondensmilch, Weichkäse, Cracker, die Ají Amarillo Paste, etwas Pfeffer und Chilipulver mit einem Stabmixer vermischen, bis eine homogene Masse entsteht. Abschmecken, ob noch nachgesalzt werden muss. Wenn die Soße zu dünn ist, noch Crackerbrösel hinzugeben, wenn sie zu dick ist, etwas Milch hinzugeben – und nochmal pürieren.
  3. Kartoffeln und Eier in Scheiben schneiden. Auf einem Teller 1-2 Eisberg-Salatblätter verteilen und darauf die Kartoffelscheiben verteilen. Die cremige Soße darüber gießen und mit zwei Scheiben Ei und zwei Oliven verzieren.
  4. Genießen!
Rezepte aus Südamerika: Papa a la Huancaina in Peru

P.S.: Papa a la Huancaína isst man normalerweise kalt, aber wir haben das Gericht oft lauwarm serviert bekommen und fanden es so eigentlich am besten.

Das waren die ersten zwei von insgesamt acht Ländern. In einer Woche folgt Nordamerika. Bis dahin erstmal viel Spaß beim Nachkochen. Und schreibt uns gerne in die Kommentare, ob alles geklappt hat – und vor allem wie es geschmeckt hat.