Mission in kurz: Besucht die schwimmenden Inseln im Titicaca-See und macht ein Foto mit einem niedlichen Kind. Sucht dort außerdem die Insel der strickenden Männer. Lasst euch den Mützencode erklären und lernt drei Worte in Quechua.

Liebe Annie,

deine zweite Mission hat uns an den Titicaca-See geführt. Die schwimmenden Inseln, der Mützencode und eine sehr lustige, fremde Sprache, haben uns einen besonders schönen Tag beschert.
In Puno am Ufer des größten Sees in Südamerika haben wir uns gleich auf die Suche nach einer passenden Tour gemacht. Die Stadt liegt auf gut 3800 Metern Höhe und hat wirklich nicht viel zu bieten. Da kam uns gelegen, dass wir sowieso wenig Zeit hatten und deine dreiteilige Mission an einem Tag erfüllen mussten. Doch das ließ sich zum Glück schnell arrangieren. Am nächsten Morgen ging es mit einem kleinen Schiff los zu den Urus. Diese kleine indigene Gruppe lebt auf den „schwimmenden Inseln“, etwa 5 Kilometer von Puno entfernt. Die Urus haben sie ursprünglich gebaut, um sich vor den Inkas zu schützen. Heute besteht natürlich keine Gefahr mehr. Doch ihre  Insel-Tradition gibt es noch und lockt viele Touristen auf den Titicaca-See. Es war sehr seltsam, als wir eine der etwa 49 aus Schilf gebauten Inseln betraten. Der Boden federt nach und so gingen wir unsicheren Schrittes das kleine Inselchen ab. Auf dieser lebt eine Gemeinschaft von etwa 25 Menschen. Darunter waren natürlich auch ein paar Kinder. Für das gewünschte Foto haben wir dir das mit Abstand niedlichste (samt Mama und Papa) herausgesucht.

Schwimmende Inseln: Diese Familie lebt auf einer dieser ungewöhnlichen Inseln.

Der kleine Johannes lebt mit seinen Eltern auf einer der zahlreichen “schwimmenden Inseln”.

Teil eins deiner Mission hatten wir damit erledigt. Danach schipperten wir weiter zur nächsten Insel. Taquile ist allerdings eine richtige Insel – mit Erde, Pflanzen und allem drum und dran. Auch wenn die Bewohner in Sachen Männer und Frauen eine klassische Rollenverteilung haben, gibt es hier eine Besonderheit: Die Männer stricken nämlich. Damit hätten wir also schon mal die „Insel der strickenden Männer“ gefunden. Allerdings haben wir auf unserem Spaziergang leider keine Männer in Aktion gesehen. Doch zum Glück konnte uns unser Guide den Mützencode erklären.

Die Farbe der Kopfbedeckung fungiert als Bezeichnung des Beziehungsstatus`: Ist die Mütze hauptsächlich rot, ist der Mann verheiratet, ist sie weiß-rot ist er Single und auf der Suche nach einer Ehefrau. Dank dieses Codes haben wir zum Beispiel auf einen Blick gesehen, dass unser Kellner auf der Suche nach einer Frau ist.
Jetzt fehlte nur noch Teil drei deiner Mission: Drei Worte in Quechua oder Aymara lernen. Da uns die Sprache der Ureinwohner schon häufiger in Peru über den Weg gelaufen ist, haben wir uns diese drei Worte in Quechua gemerkt:
Kusikuy – Don`t worry, be happy/ Mach dir keine Sorgen, sei glücklich
Wawa (sprich: WäWä) – Baby (Quechua ist eine lautmalerische Sprache; da Babys viel weinen, ist das ein ziemlich passendes Wort für sie)
cuy – Meerschweinchen (cuy, cuy, cuy – genau solche Geräusche machen die kleinen Tiere)

Mit diesen lustigen Worten verabschieden wir uns und sagen nochmal Danke für die schöne Mission.

Liebe Grüße,
Janina