Diese Rezepte werden euch das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen! Unsere große Rezepte-Weltreise-Mission geht in die letzte Runde – doch das ist kein Grund für Traurigkeit. Dieses Mal gibt es leckere Rezepte aus Asien und natürlich ist auch wieder unser weitgereistes Foto dabei.

Vor unserer Abreise haben wir von meinem Freundeskreis diese umfangreiche Mission mit auf dem Weg bekommen:
Macht in acht verschiedenen Ländern ein Bild von euch mit unserem Gruppenfoto – und zwar vor Sehenswürdigkeiten oder vor schönen Hintergründen. Zaubert dazu noch die Rezepte zu acht leckeren landestypischen Gerichten zum Nachkochen auf euren Blog.

Lieber Freundeskreis,

knapp drei Monate sind wir durch Thailand, Laos und Vietnam gereist. Danach hat uns die Sehnsucht nach der ersten Welt gepackt und wir haben unsere Reiseroute spontan abgeändert. So hat sich Taiwan überraschend zu unserer Weltreise gesellt. Und das war eine der besten Entscheidungen, denn das Land ist der Hammer!

Mit euch: Hoch hinaus in Taipeh

Wir sind von Süd nach Nord durch das Land gereist. Somit war die Hauptstadt Taiwans erst am Ende unserer Reise an der Reihe. Die Stadt mit 2,7 Millionen Einwohnern lässt sich besonders gut von oben anschauen. Daher haben wir euer Foto geschnappt und sind mit einem der schnellsten Fahrstühle der Welt auf das höchste Gebäude Taiwans gefahren. Vom 508 Meter hohen Taipei 101 kann man dann auch ziemlich weit gucken.

Das Taipei 101 war von 2004 bis 2007 das höchste Gebäude der Welt. Heute ist es „nur noch“ das siebthöchste.

Rezepte aus Asien: Teigtaschen mit leckerer Füllung

In Taiwan kann man sehr lecker und günstig essen. Neben kleinen Ständen, haben es mir vor allem die umfangreichen Buffets angetan. Hier gilt nicht „All you can eat“, sondern man zahlt meist nach dem Gewicht auf dem Teller. Überfressen kann hier also nicht so schnell passieren. Da 20 verschiedene Rezepte aber doch etwas zu viel wären, habe ich mich für ein taiwanisches Gericht entschieden: Wan Tans.


Rezepte aus Asien: Wan Tans


Zutaten für 20 Stück:

20 Wan Tan Teigplatten (aus dem Asia-Laden, meist tiefgekühlt, gibt es wohl in rund und eckig)
Gemüse nach Wahl (gerne auch mixen): Chinakohl, Spinat, Karotten, Mungobohnensprossen, Bambus, kleine Maiskölbchen, getrocknete Shiitake Pilze (ca.20 Gramm) etc.
1 Eiweiß
1 haselnussgroßes Stück Ingwer oder gemahlenen Ingwer
2 Knoblauchzehen
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Sesamöl
Sojasauce zum Dippen
Salz und Pfeffer

  1. Wer getrocknete Shiitake Pilze verwendet, kümmert sich als erstes um das Einweichen:
    Die Trockenpilze mit reichlich kochendem Wasser übergießen (ca.200ml) und etwa 30 Minuten bis 1 Stunde einweichen lassen. Anschließend abtropfen und mit den Händen trocken pressen.
    Hinweis: 20 Gramm Trockenpilze entsprechen etwa 200 g frischen Pilzen.
  2. Die tiefgekühlten Platten mit einem feuchten Tuch bedeckt auftauen lassen.
  3. Gewähltes Gemüse klein schneiden.
  4. Ingwer (wenn frisch), Knoblauchzehen und Frühlingszwiebeln ebenfalls klein schneiden.
  5. Sesamöl erhitzen, dann den zerhackten Ingwer, die Knoblauchzehen und die Frühlingszwiebel kurz anbraten. Anschließend das restliche Gemüse (samt Pilzen) dazu geben und ebenfalls kurz anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Ein Ei aufschlaggen, Eiweiß vom Eigelb trennen und mit dem Eiweiß die Ränder der aufgetauten Wan Tan Teigplatten bepinseln. Etwa ein TL Gemüse in die Mitte der Platte geben und diese dann vorsichtig an den Ecken anfassen, oben zusammenziehen und etwas eindrehen. Schaut euch am besten mal das Foto an, dann wisst ihr, wie ich es meine.
  7. Die fertigen Wan Tans in einem Topf mit Dampfeinsatz legen und zwar so, dass sie sich nicht berühren. Nun ca. 10 Minuten mit geschlossenem Deckel dämpfen. Tipp: Damit die Wan Tans nicht kleben bleiben, den Einsatz vorher sicherheitshalber mit etwas Öl einschmieren. Wer super fancy drauf ist, kann sich auch ein Bambuskörbchen zum Dämpfen besorgen. Dann kommt richtiges Asien-Feeling auf!
  8. Genießen! Dazu am besten etwas Sojasauce zum Dippen servieren.

Mit euch: Ein wunderschönes Weltnaturerbe bestaunt

Bei einem organisierten Tagesausflug Thailand haben wir eine sehr sympathische südkoreanische Familie kennengelernt. Mutter, Tochter und Vater haben uns mit gebrochenem Englisch begeistert von ihrem Heimatland erzählt. Das war der Auslöser dafür, Südkorea mit auf unsere Weltreise-Liste zu packen.

Unsere Reise durch das uns völlig unbekannte Land begann ganz im Süden, auf der Insel Jeju. Sie wird auch als Hawaii Südkoreas bezeichnet und ist Ziel vieler frisch verheirateter Paare. Wir haben dort zwar keine Flitterwochen mit euch verbracht, doch sind wir zusammen zu einem besonders schönen Punkt auf der Insel gefahren: Dem Seongsan Ilchulbong. Die 182 Meter hohe Erhebung ist durch einen Vulkan entstanden und zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Der Seongsan Ilchulbong wird auch Sunrise Peak genannt. Zum angeblich wunderschönen Sonnenaufgang haben wir es allerdings nicht dorthin geschafft. Ich hoffe ihr verzeiht diesen Mangel an Romantik.

Rezepte aus Asien: Verliebt in einen koreanischen Klassiker

Schon am zweiten Tag in Südkorea habe ich mein Lieblingsessen des Landes entdeckt: Bibimbap. Das Gericht gibt es hier so ziemlich überall und mit Hilfe von Google Translate bekomme ich auch immer die vegetarische Version.


Rezepte aus Asien: Bibimbap


Rezept für 4 Portionen:

400 g Rundkornreis (diese Sorte eignet sich am besten, da sie etwas klebrig ist; ihr könnt aber auch jeden anderen Reis nehmen)
4 Eier
2 Noriblätter (das sind getrocknete Algenblätter, die sonst um Sushi drum sind)
200 g Sojasprossen
200 g Shiitake-Pilze oder Champignons
2 Karotten
1 Zucchini
1 Gurke
ca. 200 g Pak Choi (ihr könnt alternativ auch Spinat oder Mangold nehmen)
Sojasauce
Salz

Für die Sauce:
4 TL Sesamsamen
4 EL Chilipaste
2 TL Essig
2 EL Sesamöl
4 TL Honig oder Zucker

Hinweis für Fleischfans: Ihr könnt dazu auch kleine Fleischstreifen anbraten, würzen und am Ende hinzufügen.

Hinweis für Gemüsefans: Ihr könnt natürlich auch mit anderem Gemüse experimentieren. Habt ihr Paprika übrig? Noch ein paar Tomaten rumliegen? Dann gebt die doch einfach in euer Bibimbap.

  1. Den Reis gut abwaschen und nach Anleitung kochen.
  2. Jetzt wird geputzt und geschnibbelt:
    Karotten und Gurke schälen und in kleine Stifte schneiden (ca. so lang wie euer kleiner Finger). Zucchini ebenfalls in Stifte schneiden.
    Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden.
  3. Saucenzeit: Die Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften. Dann mit den restlichen Saucenzutaten vermischen. Wer es nicht scharf mag, kann natürlich gerne weniger von der Chilipaste nehmen.
  4. Den klein geschnittenen Pak Cho in einer Pfanne mit Sesamöl kurz anbraten. Falls ihr Spinat oder Mangold nehmen solltet, den 1-2 Minuten in der Pfanne erhitzen und zusammenfallen lassen.
  5. Nicht drängeln, jeder ist dran: Das Gemüse nicht vermischen, sondern jeweils einzeln kurz anbraten und ein wenig salzen. Die Pilze bekommen aber eine kleine Sonderbehandlung: Sie werden nach dem anbraten mit ein paar Spritzern Sojasauce abgelöscht.
  6. Die Eier zu Spiegeleiern braten, das Eigelb sollte dabei noch ein wenig flüssig bleiben.
  7. Den Reis auf vier Schalen verteilen und das Gemüse nebeneinander, kreisförmig darauf anordnen (Karotten, Zucchini, Gurke, gut abgewaschene Sojasprossen, Pak Choi und Pilze und die klein geschnittenen Nori-Blätter). Darauf kommt dann jeweils ein Spiegelei. Die Sauce serviert ihr am besten extra in einem kleinen Schälchen, dann kann sich jeder so viel davon nehmen, wie er mag (bzw. wegen der Schärfe aushält).
  8. Nun darf gefrevelt werden: Ihr könnt jetzt nach Herzenslust euer Essen samt wohl dosierter Saucenmenge verrühren und dann direkt verputzen. Das Manschen erlaubt ist, wusste ich nicht. Eine Kellnerin hat mich mit wilden Rühr-Bewegungen darauf hingewiesen.
    Ein Tipp zum Schluss: Wer das absolute Asien-Feeling haben will, sollte Bibimbap mit Stäbchen essen.

Der Name Bibimbap kommt von bapeul bibida, was so viel heißt wie „Reis umrühren“ oder „Reis mischen“.

Mit den Rezepten aus Asien ist eure Mission nun erfüllt. Statt acht Ländern, haben wir euch mit Südkorea sogar ein neuntes Land serviert. Viel Spaß beim Nachkochen! Schreibt gerne wieder in den Kommentaren, ob alles beim Kochen geklappt hat und wie es euch geschmeckt hat.

Mit diesen Rezepten aus vier verschiedenen Kontinenten dürfte es in euren Küchen ziemlich exotisch zugehen: Rezepte aus Südamerika, Rezepte aus Nordamerika und Rezepte aus Australien und Neuseeland.